Fashion

Karner-Kremser (SPÖ): „Wir arbeiten für die Wiener*innen – im Gewaltschutz sowie im sozialen Wohnbau“

Wien (OTS) – SPÖ-Gemeinderätin und Vorsitzende des
Gemeinderatsausschusses für
Wohnen, Wohnbau und Frauen Waltraud Karner-Kremser betont im heutigen
Wiener Gemeinderat auf Verlangen Wiens Vorreiterinnenrolle beim
Gewaltschutz und sozialen Wohnbau

Karner-Kremser betont den sozialen Wohnbau: „Wien verwaltet rund
220.000 Gemeindewohnungen, in denen mehr als eine halbe Million
Menschen leben. Dazu kommen rund 200.000 geförderte Wohnungen. Die
Stadt investiert laufend in Sanierung und Modernisierung, allein 2025
wurden 23 neue Sanierungsprojekte mit einem Volumen von mehr als 200
Mio. Euro gestartet. Das ist keine abstrakte Statistik. Das sind
hunderttausende Menschen, für die Wohnen nicht ausschließlich eine
Ware auf dem Markt ist. Die Wiener Sozialdemokratie hat in den
letzten 120 Jahren den sozialen Wohnbau zur gelebten Politik gemacht
– das ist ein gültiger Nachweis, wofür die Sozialdemokratie steht.“
Auch die Weiterentwicklung der Wiener Wohnungsvergabe soll
unterschiedliche Lebenssituationen stärker berücksichtigen. Das neue
System setzt auf ein zentrales Wiener Wohn-Ticket und ein flexibleres
Punktesystem, das individuelle Lebenslagen besser abbilden soll.

Zwtl.: Eigene Wohnung bedeutet Selbstbestimmung

Besonders deutlich werde die Verbindung von Wohn- und
Frauenpolitik, wenn Frauen eine Trennung bewältigen oder eine
Gewaltbeziehung verlassen wollen. „Eine Wohnung kann ein Stück
Freiheit sein. Ein eigener Schlüssel kann bedeuten: Ich kann gehen.
Ich muss nicht zurück. Ich kann neu anfangen und selbst über mein
Leben entscheiden“, erklärt Karner-Kremser. Wien verfügt über ein
dichtes Netz an Unterstützung für betroffene Frauen. Der 24-Stunden
Frauennotruf berät von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen
kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym. Die Wiener Frauenhäuser
bieten Frauen und ihren Kindern Schutz und Unterstützung, das
Frauenzentrum der Stadt berät unter anderem bei rechtlichen,
sozialen, finanziellen und wohnbezogenen Fragen. „Feministische
Politik muss dort ansetzen, wo Abhängigkeit entsteht. Wer
wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen und über sicheren,
leistbaren Wohnraum verfügen kann, hat mehr Möglichkeiten, das eigene
Leben selbst zu gestalten“, sagt Karner-Kremser.

Zwtl.: FPÖ und ÖVP können sich einiges von roter Wohnpolitik
abschauen

Sie betont zudem die Scheinheiligkeit der FPÖ und ÖVP: „Im Jahr
2004 wurden rund 60.000 bundeseigene Wohnungen im Zuge der
Privatisierung der BUWOG und weiteren Bundeswohngesellschaften
verkauft: Der Nettoerlös 961 Mio. Euro und der größte
Korruptionsskandal des letzten Jahrhunderts. Nach dem Verkauf sind
sie nicht mehr Teil des öffentlichen Wohnungsbestandteil und können
nicht mehr stabilisierend im Wohnungsmarkt eingreifen. Und genau hat
sich Wien über Jahrzehnte dafür entschieden, einen großen kommunalen
Wohnungsbestand zu errichten, zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Dafür auch zentral entscheidend, ist der seit 40 Jahren tätige
Wohnfonds, der für die Stadt über 3 Mio. m2 an Flächen verwaltet, die
für zukünftige Generationen Wohnraum garantiert. Das ist eine
politische Entscheidung, die für die Wiener Sozialdemokratie seit
Jahrzehnten und auch für die Zukunft getroffen wird.“

Zwtl.: Wiener Wohnraum für alle Lebensrealitäten

Auch die Weiterentwicklung der Wiener Wohnungsvergabe soll
unterschiedliche Lebenssituationen stärker berücksichtigen. Das neue
System setzt auf ein zentrales Wiener Wohn-Ticket und ein flexibleres
Punktesystem, das individuelle Lebenslagen besser abbilden soll.
„Wohnpolitik und Frauenpolitik lassen sich nicht voneinander trennen.
Leistbares Wohnen bedeutet soziale Sicherheit, aber eben auch
persönliche Freiheit und Selbstbestimmung“, hält Karner-Kremser fest
und abschließend: „Unser Anspruch ist eine Stadt, in der Frauen
sicher, unabhängig und selbstbestimmt leben können. Eine Stadt der
Begegnung und der vielen Möglichkeiten. Eine Stadt, in der niemand
beim Wohnen zurückgelassen wird.“

(schluss)ip