Wien (OTS) – Yilmaz Gülüm präsentiert den „Report“ am Dienstag, dem
22. September
2026, um 21.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON mit folgenden Themen:
Unter Dauerbeschuss
Für SPÖ-Vorsitzenden Andreas Babler sind es derzeit wohl die
schwierigsten Tage und Wochen, seitdem er vor drei Jahren nach einer
Kampfabstimmung die Partei übernommen hat. Befeuert durch
katastrophale Umfrageergebnisse wird er parteiintern und vom
Boulevard immer heftiger in Frage gestellt. Seine Ablöse sei nur eine
Frage der Zeit, hört man von vielen Spitzenfunktionären. Doch wer
sollte wann übernehmen? Darin gibt es keine Einigkeit. Medienmanager
Gerhard Zeiler ist noch nicht gefragt worden, Finanzminister Markus
Marterbauer winkt ab. Doch vor allem in jenen Bundesländern, die vor
Wahlen stehen, steigen Nervosität und Unzufriedenheit. Gefordert wird
eine personelle und inhaltliche Neuausrichtung der SPÖ. Sophie-
Kristin Hausberger und Martin Pusch haben sich quer durch Österreich
umgehört, wie groß die Unzufriedenheit ist.
Im Interview: SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim und
Andreas Rudas, ehemaliger Bundesgeschäftsführer und Medienmanager
Endabrechnung mit Corona
Die Covid-Pandemie ist lange vorbei – doch die finanziellen
Folgen beschäftigen das Finanzministerium immer noch. Förderungen in
der Höhe von 160 Millionen Euro, die Unternehmen bezogen haben,
werden nun zurückgefordert, weil die damalige türkis-grüne Regierung
die rechtlichen Vorgaben aus Brüssel schlicht ignoriert hat. Somit
sind die Auszahlungen quasi rechtswidrig gewesen. Doch wie hoch sind
die Chancen, dass die Gelder zurückbezahlt werden können – und wie
gehen die betroffenen Unternehmen damit um? Und was ist von der
politischen Endabrechnung im Corona-U-Ausschuss zu erwarten? Ulla
Kramar-Schmid und Barbara Krivanek analysieren.
Fusion – oder lieber allein?
Geteiltes Leid ist halbes Leid? Die finanzielle Lage ist derzeit
in vielen Gemeinden angespannt. Könnten Gemeindezusammenlegungen ein
Ausweg dafür sein? Trofaiach in der Steiermark hat die Fusion hinter
sich und gilt heute als Vorzeigebeispiel. Bereits vor der steirischen
Gemeindestrukturreform 2015 haben sich dort drei Gemeinden freiwillig
zusammengeschlossen und dadurch den Sprung über die 10.000-Einwohner-
Marke geschafft. Heißt in Zahlen gegossen: Mehreinnahmen von 1,5
Millionen Euro pro Jahr, die dringend gebraucht werden.
Zusammenschlüsse bringen Vorteile, warum wagen dennoch wenige
Gemeinden diesen Schritt? Antworten sucht der „Report“ in
Oberösterreich. Dort hat sich der Landesrechnungshof für eine Fusion
der Gemeinden Bad Hall und Pfarrkirchen ausgesprochen, denn die
beiden Orte sind bereits stark verflochten. Doch der schwarze
Bürgermeister und die rote Bürgermeisterin wollen – ein Jahr vor der
Gemeinderatswahl – an der Eigenständigkeit festhalten. Miriam Ressi
geht der Frage nach, woran Gemeindezusammenlegungen oft scheitern und
wie Fusionen gelingen können.