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Das neunte Vienna Humanities Festival startet unter dem Motto „Agency/Tu Was“

Wien (OTS) – Im Zentrum der diesjährigen Ausgabe des Festivals steht
die
dringliche Frage nach der (Wieder-) Erlangung des menschlichen
Handlungsvermögens angesichts enormer globaler Herausforderungen.

Die Festivalwoche umfasst fünf nahezu restlos ausgebuchte
Abendveranstaltungen mit Kara Swisher , Pankaj Mishra , Ian McEwan
und Anton Jäger , der mit seinem Vortrag „The Province of Europe“ an
die Stelle von Peter Sloterdijk tritt. Lediglich für die
Veranstaltung mit Eva Illouz am Sonntagabend im Wiener Volkstheater
sind noch Restplätze verfügbar.

Das Festivalwochenende in der Akademie der Bildenden Künste Wien
bildet den Schwerpunkt des Festivals und lädt zu 20 Gesprächen – ein
dichtes Programm, das Wissenschaft, Philosophie, Politik, Geschichte
und Literatur miteinander ins Gespräch bringt.

Zwtl.: Zwei Tage Debatten in der Akademie

Am Samstag, den 26. September, fragt Quinn Slobodian , ob Elon
Musk die Galionsfigur einer neuen politischen und wirtschaftlichen
Ideologie ist; Luka Ivan Jukić reflektiert über Mitteleuropas
ungewisse Zukunft und sein Potenzial zur Erneuerung; Karl Schlögel
erläutert, was angesichts tiefgreifender Veränderungen von den aus
der Geschichte des 20. Jahrhunderts gewonnenen Überzeugungen bleibt;
Assaf Sharon seziert die Architektur politischer Manipulation; Selena
Wisnom zeigt auf, inwiefern wir alle Mesopotamier:innen sind; Daniel
Dor argumentiert, dass Sprache ebenso unvollkommen ist wie die
Menschheit selbst ; Jina Khayyer reflektiert über die Bedingungen von
Freiheit im Iran und andernorts; Mark Leonard führt aus, warum
politische Entscheidungsträger:innen heute Anpassungsfähigkeit und
Improvisationstalent brauchen; Jan-Werner Müller beleuchtet,
inwieiweit es so etwas wie eine demokratische Architektur gibt; und
Tim Crane geht der schwierigen Frage nach, was das menschliche
Bewusstsein ist.

Am Sonntag, den 27. September , untersucht Manon Garcia die
kulturellen Strukturen, die sexuelle Gewalt stützen; Helga Nowotny
diskutiert, wie sich Europas Wissenschaft im wachsenden Wettbewerb
zwischen den USA und China behaupten kann; Patrick Haggard erkundet
die neurowissenschaftlichen Grundlagen unseres Handlungsvermögens;
Maria-Sibylla Lotter reflektiert über sich wandelnde Vorstellungen
von Opfertum und Verletzlichkeit; Bojan Pančevski nimmt die Nord-
Stream-Verschwörung in den Blick; Christa Schleper zeigt, wie
Archaeen uns helfen, die Ursprünge des Lebens zu entschlüsseln; Laura
K. Field gewährt Einblicke in die Gedankenwelt der MAGA-Bewegung;
Michaela Krömer diskutiert, was es braucht, um Klimaschutz auch gegen
den Strom voranzutreiben; Martin Schürz untersucht den Zusammenhang
zwischen Überreichtum und Todesangst; und Máriam Martínez Bascuñán
fragt nach den Möglichkeiten politischen Handelns in einer Welt, in
der Tech-Oligarchien die öffentliche Sphäre untergraben.

Alle Podiumsdiskussionen an der Akademie der bildenden Künste
sind bei freiem Eintritt zugänglich; eine Anmeldung ist nicht
erforderlich.

Das Vienna Humanities Festival 2026 wird vom Institut für die
Wissenschaften vom Menschen (IWM) und von Time To Talk (TTT)
organisiert und in Kooperation und mit der Unterstützung zahlreicher
Institutionen abgehalten. Es markiert zugleich den Höhepunkt des
erstmals vom IWM organisierten Month of Ideas , der kritische
Debatten und neue Perspektiven auf aktuelle Problemlagen in den
Mittelpunkt rückt. Eine Leseliste zur Einstimmung auf das Festival
haben wir hier zusammengestellt.

Interessierte Medienvertreter:innen werden gebeten, ihre Anfragen
an [email protected] zu richten.

Vienna Humanities Festival 2026: Agency / Tu Was

Das Vienna Humanities Festival wurde 2016 ins Leben gerufen und ist
seither zu einem der jährlichen Höhepunkte des Wiener Kulturlebens
avanciert. Jeweils in der letzten Septemberwoche versammelt das
Festival einige der interessantesten Denker:innen der Gegenwart im
Herzen der Stadt. In 25 Einzelveranstaltungen ist eine breite
Öffentlichkeit eingeladen, an diesem Fest des Denkens teilzuhaben.

Datum: 23. – 27.9.2026, jeweils 18:30 – 21:00 Uhr
Ort: Akademie der bildenden Künste, TU Wien, Wien Museum,
Volkstheater, Das MuTh, Bruno Kreisky Forum
Url: https://www.humanitiesfestival.at

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