Wien (OTS) – „Mit Erni Mangold verliert Wien und Österreich eine der
größten
Schauspielerinnen unserer Zeit – eine Künstlerin von
außergewöhnlicher Präsenz, Intensität und Haltung. Ihr Wirken auf
Bühne, Film und Fernsehen hat Generationen berührt und geprägt.
Darüber hinaus war sie eine unbeugsame Stimme der Gerechtigkeit. Wien
wird ihr ein ehrendes Andenken bewahren. Mein tiefes Mitgefühl gilt
ihrer Familie sowie allen, die ihr persönlich und künstlerisch
nahegestanden sind“, so Bürgermeister Michael Ludwig.
„Erni Mangold war eine Ausnahmekünstlerin, deren beeindruckende
Karriere sich über viele Jahrzehnte erstreckte und die das Theater-
und Filmleben nachhaltig mitgeprägt hat. Mit ihrer Klarheit, ihrem
Humor und ihrer unverwechselbaren Energie begeisterte sie Publikum
und Kolleg*innen gleichermaßen. Auch als Lehrende hat sie wichtige
Impulse weitergegeben und mehrere Generationen von Schauspieler*innen
inspiriert. Wien verliert mit ihr eine große Persönlichkeit der
darstellenden Kunst. Meine Gedanken sind bei ihrer Familie und ihren
Wegbegleiter*innen“, so Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler.
Erni Mangold, geboren am 26. Jänner 1927 als Erna Goldmann,
begann schon früh ihren Weg auf die Bühne. Nach ihrer Ausbildung an
der Schauspielschule Krauss debütierte sie am Wiener
Renaissancetheater. Es folgten Engagements am Theater in der
Josefstadt, am Hamburger Schauspielhaus und am Düsseldorfer
Schauspielhaus. Neben ihrer umfangreichen Arbeit am Theater war Erni
Mangold in mehr als 100 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen und
wurde mit Rollen in zahlreichen Produktionen einem breiten Publikum
bekannt. Auch als Pädagogin an renommierten Ausbildungsstätten wie
dem Mozarteum und der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in
Wien prägte sie über Jahrzehnte die Theaterlandschaft.
Für ihr herausragendes Wirken wurde Erni Mangold vielfach
ausgezeichnet, unter anderem mit dem Österreichischen Ehrenzeichen
für Wissenschaft und Kunst, dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für
Verdienste um das Land Wien, der Josef-Kainz-Medaille der Stadt Wien
und dem Nestroy-Theaterpreis.