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Bürokratieabbau als trojanisches Pferd der Konzernlobby

Wien (OTS) – Lange Wartezeiten in den Ämtern, nur um eine Bestätigung
oder eine
Förderung zu erhalten. Das sind die Dinge, die viele unter Bürokratie
verstehen und die niemand will. Aber um diese Art von Bürokratie, die
möglichst auf ein absolutes Minimum reduziert werden sollte, geht es
bei den Forderungen der Konzernlobby, die derzeit beim Thema
Bürokratieabbau gefordert werden, nicht: Zentrale Schutzrechte von
Beschäftigten, Konsument:innen und anderen Teile der
Zivilgesellschaft werden infrage gestellt.

Erneut wird nun die Lohntransparenz-Richtlinie, die Unterschiede
bei der Entlohnung bei gleicher Tätigkeit am gleichen Ort verhindern
soll, als Problem dargestellt. AK Experte Frank Ey: „Die AK fordert
entschiedenen Einsatz für die Schutzrechte für Beschäftigte,
Konsument:innen und die Zivilgesellschaft. Das, was einzelne
Vertreter:innen von Konzernen fordern hat mit Bürokratie herzlich
wenig zu tun. Es handelt sich um ein trojanisches Pferd um die Rechte
der Bevölkerung zu beschneiden. Das ist auch aus
demokratiepolitischer Sicht höchst bedenklich.“