Wien (OTS) – Kommissar Brunner zeigte sich beeindruckt von der Art
und Weise, wie
im Jüdischen Museum die reiche jüdische Geschichte Wiens vom 13.
Jahrhundert bis in die Gegenwart vermittelt wird.
Er betonte, dass das Museum ein wichtiger Mittler sei, um
antisemitische Vorurteile durch Wissen zu entkräftigen: „Die
Reichhaltigkeit jüdischer Geschichte bis in die Gegenwart erfahrbar
zu machen, ist ein wichtiger Baustein zur Stärkung unserer
europäischen Identität, für die die jüdische Geschichte und Gegenwart
ein unverzichtbarer Bestandteil ist.“
Anlässlich der Europäischen Tage der jüdischen Kultur im
September dieses Jahres hat die Kommission zwei neue Handbücher
veröffentlicht, die das jüdische Leben und das reiche kulturelle Erbe
Europas würdigen. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Antisemitismus
zeigen diese Veröffentlichungen prägnant auf, dass es beim Schutz und
der Förderung des jüdischen Lebens um mehr geht als nur um den Schutz
einer Minderheit – es geht um die Bewahrung der Grundlagen offener,
pluralistischer Gesellschaften in Europa.
Am Vorabend des jüdischen Neujahrsfestes Rosch ha-Schana besuchte
der Kommissar den Wiener Stadttempel in seinem 200. Jubiläumsjahr und
wünschte allen Jüdinnen und Juden Schana towa u-metuka, ein frohes
und süßes neues Jahr. Dabei betonte er, dass es zentral sei, dass
Jüdinnen und Juden nach einem herausfordernden Jahr ihre Feiertage in
Frieden und Sicherheit und mit neuer Zuversicht für das neue Jahr
5787 begehen können.
Im persönlichen Austausch sowohl zwischen Dr. Staudinger und
Kommissar Brunner als auch mit der Israelitischen Kultusgemeinde
wurden auch die Herausforderungen und Chancen von sozialen Medien und
Künstlicher Intelligenz im Bereich von Antisemitismusbekämpfung und
Vermittlung des jüdischen Kulturerbes angesprochen.
Die Europäische Kommission lädt unter der Schirmherrschaft von
Kommissar Brunner Teilnehmer:innen aus Europa und der ganzen Welt zu
TikkunTech , dem EU-Hackathon zur Antisemitismusbekämpfung und
Förderung jüdischen Lebens am 29. und 30. September 2026 in Brüssel,
ein. Dabei handelt es sich um die weltweit größte Veranstaltung an
der Schnittstelle von digitalen Technologien,
Antisemitismusbekämpfung und der Förderung jüdischen Lebens.
Im November dieses Jahres wird Kommissar Brunner zudem die ersten
Mitglieder des neuen pan-europäischen Netzwerks von Orten der
Erinnerung an den Holocaust (ESHEM) auszeichnen. Im nächsten Jahr
können sich Gedenkstätten und Initiativen dann erneut bewerben,
diesem Netzwerk beizutreten.
A living story across Europe – Publications Office of the EU
Presence, plurality, continuity – Publications Office of the EU