Wien. (OTS) – „Die Facharbeiterinnen und Facharbeiter der Zukunft
fallen nicht vom
Himmel. Nur Betriebe die Lehrlinge ausbilden, werden in Zukunft auch
die Fachkräfte haben, die sie benötigen. Der 1. September ist daher
der ‚Tag der Lehre‘, denn tausende junge Menschen beginnen ihre
Lehrausbildung in den Betrieben“, sagt Reinhold Binder,
Bundesvorsitzender der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE).
Die Gewerkschaft PRO-GE fordert, dass die betriebliche
Lehrausbildung gestärkt und eine attraktive Berufsausbildungswahl für
junge Menschen bleibt. So konnten in den vergangenen Jahren die
Lehrlingseinkommen in vielen Kollektivverträgen deutlich erhöht
werden. „In zahlreichen Branchen beträgt das Lehrlingseinkommen im
ersten Lehrjahr bereits mindestens 1.000 Euro. Das ist ein Erfolg der
Gewerkschaften und ein klares Bekenntnis der Sozialpartner zur
betrieblichen Lehrausbildung“, betont Binder.
Es brauche aber auch eine stärkere Sensibilisierung der Eltern,
dass die Lehre sehr gute persönliche und berufliche Chancen bietet.
Gerade Mädchen und junge Frauen würden zum Beispiel immer noch zu
wenig technische Lehrberufe in Betracht ziehen. „Jugendliche brauchen
Ausbildungschancen in ihrer Region. Aber die Anzahl der
Ausbildungsbetriebe ist auf einem historischen Tiefstand gesunken.
Ebenso gehen die verfügbaren offenen Lehrstellen zurück. Hier muss
mit einem Ausbildungsfonds gegengesteuert werden“, fordert Binder.
Betriebe, die nicht ausbilden, obwohl sie könnten, sollen künftig in
den Topf einzahlen. Und Betriebe, die gut und hochwertig ausbilden,
sollen mit dem Geld unterstützt werden.