St. Pölten (OTS) – Die 66. Ausgabe der „Serenadenkonzerte des Landes
Niederösterreich“,
der ältesten, durchgehend bestehenden Konzertreihe des Bundeslandes,
bietet heuer vom 30. August bis 1. November wieder „Musik am
Ursprung“ an insgesamt elf, meist mit berühmten
Musikerpersönlichkeiten verbundenen Orten in Niederösterreich. Im
Zentrum jedes Serenadenkonzerts steht dabei das klassische Lied,
ergänzt durch Instrumentalmusik und inhaltlich passende Lesungen oder
Rezitationen, präsentiert von renommierten Interpretinnen und
Interpreten sowie vielversprechenden Nachwuchstalenten der
Klassikszene.
Gestartet wird am 30. August mit der Carl-Zeller-Serenade im
Schloss von St. Peter in der Au, dem Mostviertler Geburtsort des
bekannten Vertreters der Goldenen Operettenära. Ab 18 Uhr
interpretieren dabei die Sopranistin Alexandra Reinprecht, der Tenor
Jörg Schneider und der Pianist Manfred Schiebel Arien und Duette aus
den populärsten Operetten Zellers wie „Der Vogelhändler“, „Der
Obersteiger“ und „Die Fornarina“ sowie eine Auswahl seiner
Kunstlieder.
Fortgesetzt wird am 6. September mit der Schubert-Serenade im
Schubert-Schloss Atzenbrugg, wo der Countertenor Valer Sabadus und
Akemi Murakami am Klavier unter dem Titel „Nacht und Träume“ ab 16
Uhr eine Melange aus 200 Jahren Kunstlied von Franz Schubert und
Wolfgang Amadeus Mozart über Robert Schumann und Gabriel Fauré bis zu
Hector Berlioz u. a. servieren. Die Schloss-Serenade im
Schlosstheater Laxenburg umfasst am 13. September ab 19 Uhr Lieder
und Duette von Wolfgang Amadeus Mozart, Antonin Dvořák, Felix
Mendelssohn Bartholdy, Gustav Mahler u. a. in der Interpretation der
Sopranistin Camilla Nylund und der Mezzosopranistin Annely Peebo,
begleitet vom Pianisten Pantelis Polychronidis.
Bei der Gottfried-von-Einem-Serenade in der Kirche zur Heiligen
Katharina in Oberdürnbach stellen der Bariton Daniel Gutmann und
Andrea Linsbauer am Klavier am 19. September ab 18 Uhr neben Liedern
des Genius Loci auch Werke von Franz Schubert, Franz Lehár u. a. vor,
dazu liefert Gerti Drassl literarische Kostproben aus dem Werk von
Lotte Ingrisch. Ebenfalls noch im September geht am 27. September im
Haus der Kunst in Baden die Beethoven-Serenade über die Bühne, bei
der sich der Bariton Rafael Fingerlos und die Pianistin Eloise Bella
Kohn ab 16 Uhr Liedern von Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus
Mozart und Franz Schubert widmen, ergänzt um eine Rezitation von
Lyrik und Prosa aus Klassik und Romantik durch Sophie Aujesky.
Am 4. Oktober präsentiert dann die Randhartinger-Serenade ab 17
Uhr im Festsaal von Ruprechtshofen Kompositionen von Benedict
Randhartinger und Franz Schubert sowie die selten aufgeführten
„Deutschen Lieder“ von Ludwig Spohr; Interpretinnen bzw. Interpreten
sind der Bariton Clemens Unterreiner, die Violinistin Laura Gfrerer
und der Pianist Andreas Fröschl. Im historischen Rahmen der Burg
Perchtoldsdorf gelangen dann bei der Hugo-Wolf-Serenade am 11.
Oktober ab 18 Uhr u. a. Franz Schuberts „Deutsche Tänze“ sowie Hugo
Wolfs „Mörike-Lieder“ zur Aufführung. Darüber hinaus gibt es Musik
von Erich Wolfgang Korngold sowie Lyrik aus der Feder von Novalis und
Franz Schubert. Es spielt die Junge Philharmonie Wien unter Michael
Lessky; Solistinnen sind Rebecca Nelsen (Sopran) und Petra Morzé (
Rezitation).
Am 16. Oktober lassen Benjamin Sattlecker (Bariton), Anne Harvey-
Nagl (Violine), Bernadette Bartos (Klavier), Lena Fankhauser (Viola)
und Mara Achleitner (Violoncello) bei der Schönberg-Serenade im
Schönberghaus in Mödling ab 19.30 Uhr Lieder und Streichtrios von
Arnold Schönberg und Ludwig van Beethoven sowie ausgewählte
Bearbeitungen aus dessen Liederzyklus „Lieder verschiedener Völker“
erklingen. Am 18. Oktober spannt die Joseph-Haydn-Serenade ab 19 Uhr
im Haydn-Geburtshaus in Rohrau einen Bogen von der englischen
Liedkultur von Joseph Haydns „Canzonettas“ bis zu Franz Schubert und
Johannes Brahms, die das Erbe Haydns fortschrieben, sowie zu
englischsprachigen Liedwerken des 20. Jahrhunderts von Roger Quiltier
u. a.; Ausführende sind der Tenor Kieran Carrel und der Pianist
Ammiel Bushakevitz.
In der in diesem Rahmen seit dem Vorjahr bespielten Ehemaligen
Synagoge St. Pölten findet am 25. Oktober ab 18.30 Uhr die Serenade
des Exils statt, bei der das Publikum neben Felix Mendelssohn
Bartholdys Klaviertrio in d-moll, Gustav Mahlers „Rückert-Liedern“
sowie Werken von Erich Wolfgang Korngold und Lee Bradshaw auch „Panta
rhei“ der 1939 emigrierten Komponistin Ursula Mamlok erwartet. Neben
dem Trio Delyria ist dabei auch die Mezzosopranistin Hagar Sharvit zu
hören. Zum Finale gelangt dann am 1. November im Salon Krenek in
Krems durch den Tenor Thomas Ebenstein und die Pianistin Sarah Tysman
Ernst Kreneks „Reisebuch aus den österreichischen Alpen“ op. 62 in
voller Länge zur Aufführung, ergänzt um Auszüge von Joseph Lorenz aus
Kreneks autobiografischer Schrift „Im Atem der Zeit“; die Krenek-
Serenade beginnt um 17 Uhr.
Nähere Informationen, das detaillierte Programm und Karten unter
02742/9005-4999, e-mail [email protected] und
www.serenadenkonzerte.at .