1.800 Besucherinnen und Besucher bei „Heurika findet Stadt!“ in Mistelbach

St. Pölten (OTS) – „Heurika findet Stadt!“ in Mistelbach hat
eindrucksvoll gezeigt, wie
lebendig, vielfältig und zukunftsorientiert die
Wissenschaftslandschaft Niederösterreichs ist. Von den frühen
Morgenstunden bis in den späteren Abend hinein wurde geforscht,
experimentiert, diskutiert und gestaunt – und das Gelände des MAMUZ
und nitsch Museum sowie der Landwirtschaftlichen Fachschule
verwandelten sich in Orte, an denen Wissenschaft unmittelbar erlebbar
wurden.

„Forschung bringt unser Land und unsere Gesellschaft voran, und
ich möchte, dass alle Regionen davon profitieren. Deshalb bringen wir
´Heurika findet Stadt´ die Wissenschaft dorthin, wo die Menschen
zusammenkommen. Wird Forschung im Alltag sichtbar, entsteht
Interesse, Verständnis und Begeisterung für Zukunftsthemen“, so
Wissenschaftslandesrat LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

45 Forschungsstationen boten Einblicke in aktuelle Projekte aus
Universitäten, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen und
Unternehmen. Die Besucherinnen und Besucher konnten Mikroskope
bedienen, Wasserproben analysieren, Allergietests ausprobieren,
Robotik erleben, KI-Anwendungen testen oder sich mit Experimenten aus
Chemie, Physik und Lebensmitteltechnologie auseinandersetzen.

Besonders beeindruckend war die Beteiligung der Schulen: Über
1.300 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer aus ganz
Niederösterreich waren vor Ort, stellten Fragen, probierten
Experimente aus und kamen mit Forscherinnen und Forschern ins
Gespräch. Am Nachmittag folgten zahlreiche Familien sowie Seniorinnen
und Senioren, die besonders die erstmals angebotenen KI-Workshops
nutzten.

Am frühen Abend diskutierten dann im Rahmen des
Forschungsheurigen zum Thema „Niederösterreich – Ein Land schafft
Wissen“ vier Persönlichkeiten, die Wissenschaft, Politik und
Gesellschaft auf besondere Weise verbinden: Landeshauptmann a.D.
Erwin Pröll, LH-Stv. Stephan Pernkopf, Prof. Dr. Claudia Kolm von der
Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften und
Prof. Dr. Rudolf Valenta von der Medizinischen Universität Wien.

LH a.D. Erwin Pröll erinnerte an die Ausgangssituation im Jahr
1993 und an die strategischen Entscheidungen, die den Grundstein für
die heutige Forschungslandschaft legten – darunter das IFA Tulln, die
Donau Universität Krems, MedAustron, das ISTA oder die Karl
Landsteiner Privatuniversität: „In mir ist schon früh die
Notwendigkeit entstanden, dass Niederösterreich eine eigene
Wissenschaftsstruktur braucht. Als ich Verantwortung übernehmen
durfte, habe ich gemerkt: Eine Wissenschaftsstruktur bestimmt die
Standortqualität einer Region – und wenn man etwas als sinnvoll und
notwendig im Kopf hat, dann lohnt es sich in der Politik, gerade
durchzugehen, auch gegen Widerstände.“

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betonte die Bedeutung von
Wissenschaft für das Bundesland Niederösterreich: „Wissenschaft ist
eine Investition in die Zukunft. Die aktuellen Schritte – von neuen
Laboren über internationale Kooperationen bis hin zur Stärkung
regionaler Studienangebote – sind dafür entscheidend. Gleichzeitig
möchte ich das Menschliche und die Persönlichkeiten in der Forschung
in den Vordergrund stellen. Wir haben Forscherinnen und Forscher mit
hoher Kompetenz und Menschlichkeit. Genau das macht es wert, jede
Phase des politischen Lebens dafür einzusetzen, die besten
Rahmenbedingungen zu schaffen. Denn nur dann bekommen wir die besten
Leute aus der ganzen Welt, und nur dann bleiben sie.“

Prof. Dr. Claudia Kolm von der Karl Landsteiner Privatuniversität
für Gesundheitswissenschaften gab einen Einblick in ihre Forschung
zur Wasserqualität: „Wir koordinieren ein Großprojekt, bei dem wir
für die Ministerien gemeinsam mit Partnern aus Niederösterreich und
Wien Antibiotikaresistenzen im Abwasser erforschen. Die EU schreibt
künftig vor, dass diese Resistenzen überwacht werden müssen – und wir
entwickeln dafür Best Practice Konzepte, wie man das in Zukunft
umsetzen soll.“

Prof. Dr. Rudolf Valenta sprach über die weltweite Zunahme von
Allergien und warum er sich mit seinem Danube Allergy Research
Cluster in Niederösterreich niedergelassen hat: „Für
Wissenschafterinnen und Wissenschafter ist das Allerwichtigste, dass
sie ihre Ideen und Visionen weiterentwickeln können. In
Niederösterreich haben wir Lebensraum dafür gefunden – Platz,
Infrastruktur und die Möglichkeit, eine neue Allergieforschung
aufzubauen.“

Auch von Seiten Mistelbachs war man sehr zufrieden mit der
Veranstaltung: „Als Stadtrat für Bildung freut es mich besonders,
dass es gelungen ist, so viele junge Menschen für Forschung,
Innovation und Zukunftsthemen zu begeistern. Solche Veranstaltungen
zeigen eindrucksvoll, wie spannend Forschung sein kann und welchen
Mehrwert sie für die nächste Generation schafft“, so Bildungsstadtrat
Roman Fröhlich.

„Der Erfolg der Veranstaltung zeigt, wie stark das Interesse an
Forschung und Innovation in allen Generationen ist“, fasste LH-
Stellvertreter Stephan Pernkopf am Ende der Veranstaltung zusammen.

Für weitere Rückfragen: DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-Stv.
Dr. Stephan Pernkopf, T: +43 2742 9005 – 12704, M: +43 676 812 15283,
E: [email protected]