Wien/Großenzersdorf (OTS) – Der Fall des schweren Busunglücks vom
22.Dezember 2018 weitet sich zu
einem handfesten Zulassungs- und Justizskandal aus. Wie der
parteifreie Gewerkschafter Herbert Weidenauer aufdeckt, ermitteln
Staats- und Volksanwaltschaft mittlerweile gegen Personen aus
Politik, Gewerkschaft und Wiener Linien.
Neben dem Vorwurf der Verdunkelung bringt Weidenauer nun brisante
Zulassungs-Mängel vor: Der verunfallte Bus hätte aufgrund technischer
Sonderwünsche in Österreich so niemals zugelassen werden dürfen. Laut
Wiener Linien basierte die Anmeldung der Fahrzeuge auf
standardisierten EU-Typengenehmigungen (COC-Papieren).
„Bei den vorliegenden technischen Sonderwünschen (
Uraltzündschloss aus den 70er Jahren ab Werk) der Wiener Linien ist
dieses Verfahren jedoch unzulässig. Nach den strengen Vorgaben des
österreichischen Kraftfahrgesetzes (KFG) hätte eine detaillierte
Überprüfung (MA 46) stattfinden müssen. Diese Genehmigung existiert
so nicht – die Busse kamen zu Unrecht durch die Anmeldung“, erklärt
der Bevollmächtigte des 2023 verstorbenen Unfall-Lenkers Johann
Weigl.
Dem verunglückten Lenker wurde im Verfahren unterstellt, er habe
das Gaspedal inklusive Kickdown 20 Sekunden lang durchgetreten. „Eine
absurde Schutzbehauptung, um technische Fehler zu vertuschen. Wir
konnten zudem ein direktes Naheverhältnis des Gutachters zu den
Wiener Linien nachweisen“, so Weidenauer.
Weidenauer hatte die technische Anomalie ausgelöst durch das
Zündschloss intern vor Zeugen (Technikern und Gewerkschaftern) bei
zwei Beweisfahrten real nachgewiesen. „Danach wurde von den
zuständigen Ingenieuren den Beteiligten ein strikter Maulkorb
verhängt. Der informierte Stadtrat und die Chefetage sahen weg,
während zwei Gerichtsinstanzen eine fünfminütige Beweisfahrt im
Prozess blockierten. Die Gegenseite kann nur noch verdunkeln, doch
mit den behördlichen Ermittlungen bricht dieses System nun
hoffentlich zum Schutz der allgemeinen Sicherheit zusammen.“
Für weitere Informationen stehe ich gerne zur Verfügung.
Herbert Weidenauer
Parteifreier Gewerkschafter & Bevollmächtigter des verstorbenen
Johann Weigl
Wien, 18.08.2026