Wien (OTS) – Hohe Kosten, Ineffizienz, zu wenige Plätze und eine
Verteilung, die
am tatsächlichen Bedarf vorbeigeht: Bei den Summer City Camps sehen
Wiener Volkspartei und Grüne Wien erheblichen Aufklärungsbedarf.
Obwohl die Stadt jährlich Millionenbeträge investiert, stehen viele
Familien weiterhin vor der Herausforderung, einen passenden
Betreuungsplatz für den Sommer zu bekommen. Gleichzeitig werfen die
hohen Kosten und die Organisationsstrukturen Fragen nach der
Effizienz des Systems auf.
Volkspartei und Grüne wollen deshalb die Strukturen und die
Mittelverwendung bei den Summer City Camps vom Wiener
Stadtrechnungshof umfassend prüfen lassen. Im Fokus stehen
insbesondere die Kosten pro Betreuungsplatz, mögliche
Doppelgleisigkeiten, die Verteilung der Angebote über die Wiener
Bezirke sowie das Anmeldesystem.
„Arbeitende Eltern haben keine neun Wochen Urlaub. Deshalb müssen
die Summer City Camps ein verlässlicher Partner in der Ferienplanung
sein. Wenn aber ein mit Steuergeld finanzierter Platz teurer ist als
bei vielen privaten Anbietern, während Bezirke mit hohem Bedarf keine
oder zu wenige Plätze haben, stimmt das Verhältnis nicht mehr. Das
Geld muss bei den Kindern und Familien ankommen und darf nicht in
teuren Overheadkosten und Doppelstrukturen versiegen. Deshalb
ersuchen wir den Stadtrechnungshof um eine schonungslose Prüfung der
bestehenden Strukturen und möglicher Effizienzpotenziale. Unser Ziel
ist klar: mehr Plätze, eine bessere Verteilung, mehr Wahlfreiheit und
eine echte Entlastung für die Wiener Familien“, so die Frauen- und
Familiensprecherin der Wiener Volkspartei Gemeinderätin Sabine Keri.
„Die Summer City Camps sind grundsätzlich eine gute Sache, aber
sie sind zu teuer für zu wenige Plätze. Es besteht der Verdacht, dass
viel Geld in einer intransparenten Struktur versickert, statt bei den
Kindern anzukommen. Das darf nicht sein, denn eine gute
Ferienbetreuung im Sommer ist für Eltern und Kinder enorm wichtig.
Deshalb ersuchen wir den Stadtrechnungshof um eine umfassende
Prüfung, ob mit dem gleichen Geld nicht mehr Plätze zur Verfügung
gestellt werden können, damit mehr Eltern und Kinder von einer
ordentlichen Ferienbetreuung im Sommer profitieren können“, so
Bildungssprecher Gemeinderat Felix Stadler von den Wiener Grünen.
Mit dem gemeinsamen Prüfungsersuchen sollen nun insbesondere
Wirtschaftlichkeit, Organisationsstruktur und Treffsicherheit der
Summer City Camps umfassend durchleuchtet werden. Ziel muss eine
Ferienbetreuung sein, bei der die vorhandenen Mittel möglichst
effizient eingesetzt werden und möglichst viele Wiener Familien
profitieren.