Wien (OTS) – „Die Angriffe auf Kraftwerke und Stromleitungen in
Deutschland zeigen
eine neue Dimension des Terrors im Namen des Klimaschutzes. Wer die
Stromversorgung angreift, trifft nicht Energiekonzerne, sondern
Millionen Menschen“, erklärte heute FPÖ-Energiesprecher NAbg. Paul
Hammerl.
Das derzeit geprüfte Bekennerschreiben richtet sich laut
Medienberichten ausdrücklich gegen die Stromerzeugung aus Kohle und
Gas. Innerhalb weniger Stunden fiel beim Angriff nahe Jänschwalde ein
Kraftwerksblock aus. Nach dem Angriff auf das Umspannwerk in Bergheim
wurden fünf weitere Braunkohleblöcke an den Kraftwerksstandorten
Niederaußem und Neurath automatisch abgeschaltet. Allein die sechs
betroffenen Kraftwerksblöcke können gemeinsam mehr Strom erzeugen wie
alle österreichischen Gaskraftwerke und zusätzlich das größte
österreichische Wasserkraftwerk Altenwörth zusammen.
Welche Folgen ein Angriff auf die Stromversorgung haben könne,
habe Berlin bereits im Jänner erlebt. Rund 45.000 Haushalte und mehr
als 2.200 Unternehmen waren ohne Strom, etwa 100.000 Menschen
betroffen. Bei winterlichen Temperaturen fielen auch Heizungen,
Internet und Mobilfunk aus. „Zehntausende Menschen saßen tagelang im
Kalten und Dunkeln. Familien, Senioren und Pflegebedürftige wurden zu
Opfern eines vermeintlichen Kampfes für das Klima“, erinnerte
Hammerl.
Österreichs Gaskraftwerke seien das Rückgrat und die Feuerwehr
der Stromversorgung. Sie springen ein, wenn Wind, Sonne und Wasser zu
wenig liefern und stabilisieren das Netz in kritischen Stunden. „Ein
Angriff auf unsere Gaskraftwerke, ihre Leitungen oder Umspannwerke
wäre ein Angriff auf die Versorgungssicherheit unseres gesamten
Landes“, warnte Hammerl.
Bereits am 7. Jänner habe die FPÖ von ÖVP-Innenminister Gerhard
Karner eine österreichweite Risikoanalyse, neue Schutzkonzepte,
wirksame Redundanzen und einen parlamentarischen Bericht binnen 90
Tagen verlangt. „Diese Frist ist längst verstrichen. Karner muss den
Schutz organisieren, ÖVP-Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer die
Energieversorgung absichern. Beide müssen jetzt ein gemeinsames
Sicherheitskonzept für Österreichs Gaskraftwerke und ihre
Infrastruktur vorlegen. Handeln müssen sie jetzt, um einen Anschlag
wirksam zu verhindern“, forderte Hammerl.