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Sommer 2026 in Österreich außergewöhnlich heiß und trocken: Weiter angespannte Grundwassersituation

Wien (OTS) – Der Sommer 2026 war in Österreich überdurchschnittlich
heiß und
trocken. Das zeigen nun auch die offiziellen Messwerte und
Auswertungen des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft,
Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). Die
mittlere Lufttemperatur der Monate Juni bis August lag um +2,7 °C
über dem klimatologischen Mittel der Periode 1991–2020. Gleichzeitig
fiel österreichweit 32 Prozent weniger Niederschlag als im
langjährigen Durchschnitt.

Das Niederschlagsdefizit betraf das gesamte Bundesgebiet, besonders
den Osten des Landes und verschärfte zunehmend die Situation beim
Wasserhaushalt. Die Trockenheit setzte sich damit nach einem bereits
trockenen und niederschlagsarmen Winter 2025/2026 und Frühling 2026
in allen drei Sommermonaten fort. In der heimischen Landwirtschaft
hat diese Dürre historische Schäden verursacht. Betroffen sind das
gesamte Bundesgebiet und sämtliche landwirtschaftlichen Kulturen.

„Der Sommer 2026 zeigt besonders deutlich, wie stark sich anhaltende
Hitze und Trockenheit auf unseren Wasserhaushalt auswirken.
Österreichweit fiel rund 32 Prozent weniger Niederschlag als im
langjährigen Durchschnitt – das macht sich bei unseren Fließgewässern
ebenso wie beim Grundwasser bemerkbar. Dank konsequenter
Investitionen der vergangenen Jahre ist Österreich bei der
Wasserversorgung gut aufgestellt. Die aktuelle Situation zeigt aber
auch, wie wichtig eine vorausschauende Wasserwirtschaft und eine
verlässliche Datengrundlage sind. Deshalb investieren wir weiter in
die Trinkwasserversorgung von morgen. Mit 250 Millionen Euro bis 2028
stärken wir eine sichere und klimafitte Wasserinfrastruktur in ganz
Österreich. Gerade in Trockenphasen wie diesen kommt es aber ebenso
darauf an, mit unserer wertvollsten Ressource Wasser besonders
sorgsam umzugehen“, betont Umweltminister Norbert Totschnig.

August setzt heißen und trockenen Sommer fort
Der August 2026 war außergewöhnlich heiß und trocken. Die mittlere
Lufttemperatur lag um 3,2 °C über dem langjährigen Mittel. In der
ersten Augustwoche wurden regional mehr als 40 °C erreicht und neue
Höchstwerte gemessen. Gleichzeitig bestand österreichweit ein
Niederschlagsdefizit von 33 Prozent. Die hohen Temperaturen führten
zu einer weiterhin hohen Verdunstung.

Niedrige Abflüsse und Grundwasserstände
Die anhaltend niederschlagsarme und warme Witterung spiegelte sich
zunehmend in den Fließgewässern und im Grundwasser wider. Ende August
lagen an mehr als 95 Prozent der Pegelmessstellen die monatlichen
Abflüsse unter den langjährigen Monatsmitteln. In den meisten
Regionen wurden Niederwasserverhältnisse beobachtet.

Auch die Grundwasserstände gingen im Verlauf des Sommers zurück. Der
Anteil der Messstellen mit niedrigen oder sehr niedrigen
Grundwasserständen stieg von rund 80 Prozent Ende Mai auf etwa 90
Prozent Ende August. Aufgrund des schneearmen Winters und des
trockenen Frühjahrs waren die unterdurchschnittlichen
Grundwasserstände in Teilen Salzburgs, Oberösterreich, Vorarlberg und
Tirol trotz der Niederschläge im August stärker ausgeprägt als in den
östlichen Bundesländern, da hier die Grundwasserkörper große
Speichervolumen haben.

Entwicklung und Ausblick
Die Wasserbilanz des Sommers fiel deutlich negativ aus. Die
auftretenden Schauer, Gewitter und Starkregenereignisse reichten
aufgrund ihrer räumlich und zeitlich begrenzten Wirkung kaum für eine
nachhaltige Verbesserung der Grundwasserstände und
Niederwassersituation aus.

Nach aktuellen Prognosen der GeoSphere Austria sind in den kommenden
Tagen keine flächendeckenden Niederschläge zu erwarten. Ab der
kommenden Woche wird das Wetter unbeständiger und
niederschlagsreicher, mit Niederschlagsmengen etwa im
jahreszeitlichen Mittel und sinkender Verdunstung. Auch in der
zweiten Septemberhälfte sind zeitweise Niederschläge bei weiterhin
überdurchschnittlichen Temperaturen möglich.

Die erwarteten Niederschläge können kurzfristig zu einer Entspannung
bei Fließgewässern und Böden beitragen, reichen jedoch noch nicht für
eine nachhaltige Erholung der Grundwasserstände und der Wasserführung
aus. Für die weitere Entwicklung des Wasserhaushalts wird
entscheidend sein, ob sich ausreichend ergiebige und flächendeckende
Niederschlagsphasen einstellen.

Links:
Bericht „Der Wasserhaushalt Österreichs im Sommer 2026“
https://www.bmluk.gv.at/themen/wasser/wasser-
oesterreich/hydrographie/wasserbilanz/sommer2026.html

Monatsbericht August 2026
https://www.bmluk.gv.at/themen/wasser/wasser-
oesterreich/hydrographie/wasserbilanz/charakteristik0826.html