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ÖVP-Zierfuß/Hungerländer: Wiens Bildungs- und Integrationspolitik ist gescheitert

Wien (OTS) – Die aktuellen Zahlen des Österreichischen
Integrationsfonds zeigen
einmal mehr die enormen Herausforderungen an Wiens Schulen. Während
österreichweit rund elf Prozent der Volksschüler besonderen
Deutschförderbedarf haben, sind es in Wien rund 20 Prozent.
Gleichzeitig haben 49 Prozent aller Wiener Schülerinnen und Schüler
eine nicht-deutsche Umgangssprache. In Favoriten liegt dieser Anteil
sogar bei 74 Prozent.

„Die neuen Zahlen bestätigen, was wir seit langem kritisieren:
Wien hat ein massives Problem bei der Deutschförderung. Fast jedes
fünfte Volksschulkind braucht besondere Deutschförderung. Bereits die
Wiener Volkspartei hat aufgedeckt, dass mehr als die Hälfte der
Wiener Schulanfänger der 0. und 1. Schulstufe aufgrund unzureichender
Deutschkenntnisse als außerordentliche Schüler geführt werden. Diese
alarmierende Entwicklung wird nun auch durch die aktuellen ÖIF-Zahlen
bestätigt. Das ist ein bildungspolitischer Notstand, der nicht
schöngeredet werden kann“, so Bildungssprecher und Klubobmann der
Wiener Volkspartei Harald Zierfuß.

Besonders deutlich zeigen sich dabei auch die Unterschiede
innerhalb Wiens: Bei den Schulanfängern reicht der Anteil
außerordentlicher Schüler von rund 20 Prozent in Mariahilf bis zu 77
Prozent in Margareten. Entscheidend sei daher, bereits im
Kindergarten anzusetzen. Im vergangenen Kindergartenjahr standen rund
16.000 Kindern mit Sprachförderbedarf lediglich rund 300
vollzeitbeschäftigte Sprachförderkräfte gegenüber.

„Wien braucht eine konsequente Deutsch-Offensive, die jetzt
startet und nicht irgendwann. Wenn mehr als jedes zweite Kind zu
Schulbeginn nicht ausreichend Deutsch kann, muss die Stadt endlich
bei der Deutschförderung im Kindergarten ansetzen. Jedes in Wien
geborene Kind muss bis zum Schuleintritt Deutsch können. Dafür
braucht es eine massive Aufstockung der Deutschförderkräfte, eine
verpflichtende und wirksame Deutschförderung mit klaren
Qualitätsstandards und Kontrollen“, so Zierfuß.

Für Integrationssprecherin Caroline Hungerländer zeigen die
Zahlen zugleich die Folgen des hohen Zuwanderungsdrucks auf Wien.
„Wenn in Wien mittlerweile knapp die Hälfte der Schülerinnen und
Schüler eine andere Umgangssprache als Deutsch hat und dieser Anteil
in einzelnen Bezirken bereits bei weit über zwei Dritteln liegt, dann
kann man die Frage der Integrationsfähigkeit unserer Stadt nicht
länger ausblenden. SPÖ und Neos haben die Belastungsgrenzen unserer
Schulen und unserer Integrationsstrukturen jahrelang ignoriert“, so
Hungerländer.

Auch die Zusammensetzung der öffentlichen Wiener Pflichtschulen
habe sich stark verändert. Im Schuljahr 2025/26 haben 42 Prozent der
Schülerinnen und Schüler ein islamisches Religionsbekenntnis und
stellen damit die größte religiöse Gruppe dar. An den Mittelschulen
liegt der Anteil bei rund 49 Prozent.

„Die starke Zuwanderung nach Wien stellt unsere Schulen vor
enorme Herausforderungen und ist keineswegs nur schicksalhaft. Wien
darf nicht länger als Magnet für Zuwanderung fungieren. Wir müssen
den Zuwanderungsdruck reduzieren und gleichzeitig wirksame Maßnahmen
gegen die zunehmende Segregation setzen. Nur so können wir unsere
Schulen entlasten und Integration wieder möglich machen“, so
Hungerländer abschließend.