Wien (OTS) – Die Europäische Union entwickelt sich immer mehr vom
wirtschaftlichen
Chancenraum zum bürokratischen Hemmschuh für ihre eigenen
Unternehmen.
Die neuen Verpackungsvorgaben zeigen deutlich, was in Brüssel
falsch läuft: Immer mehr Registrierungspflichten, Meldungen und
Kosten – und immer weniger unternehmerische Freiheit.
Besonders kleine österreichische Onlinehändler bekommen den
angeblich grenzenlosen Binnenmarkt mittlerweile als Bürokratie-
Marathon zu spüren.
Wer Waren in mehrere EU-Staaten verschickt, wird mit
unterschiedlichen Registrierungs-, Melde- und Systempflichten
konfrontiert. Karton, Klebeband und Füllmaterial werden zum
Verwaltungsakt. Vom freien Warenverkehr bleibt immer weniger übrig.
Während amerikanische und asiatische Konkurrenten ihre
Marktposition ausbauen, beschäftigt Brüssel Europas Unternehmer mit
Formularen, Dokumentationen und Berichtspflichten. Europa spricht
ständig von Wettbewerbsfähigkeit und legt seinen eigenen Betrieben
gleichzeitig immer neue regulatorische Fesseln an. Gerade kleine und
mittlere Unternehmen können sich aber keine eigene
Bürokratieabteilung für jedes EU-Land leisten.
Die Freiheitliche Wirtschaft fordert daher einen klaren
Kurswechsel: ein echtes One-Stop-Shop-System für den gesamten
europäischen Binnenmarkt, die gegenseitige Anerkennung nationaler
Registrierungen, großzügige KMU-Freigrenzen und ein verbindliches
„One in, two out“-Prinzip für neue Vorschriften. Neue Belastungen
müssen endlich durch einen konsequenten Abbau bestehender Bürokratie
ausgeglichen werden.
„Die EU wurde geschaffen, um Grenzen abzubauen. Heute errichtet
Brüssel neue Grenzen aus Formularen, Vorschriften und Gebühren. Wenn
ein österreichischer Kleinunternehmer überlegen muss, ob er wegen der
Bürokratie überhaupt noch nach Deutschland, Italien oder Frankreich
verkauft, dann läuft im europäischen Binnenmarkt etwas grundlegend
falsch. Wir brauchen weniger Bürokratie, weniger Belastungen und
wieder mehr Freiheit für unsere Unternehmer. Sonst reguliert sich
Europa wirtschaftlich selbst ins Abseits“, so FW-Landesobmann Ing.
Eduard Fischer abschließend.