Wien (OTS) – Die Grünen Wien fordern einen Stopp des Projekts
Eventhalle „Wien
Arena“. Nach einem Bericht im heutigen „Kurier“ soll es schon seit
langem Schwierigkeiten mit dem privaten Partner CTS Eventim geben –
und das, obwohl sich die Planungen bereits um Jahre verzögert haben
und 30 Millionen Euro geflossen sind. „Jetzt muss dringend die
Reißleine gezogen werden, bevor noch mehr Geld verbrannt wird“, so
Klubobmann Georg Prack von den Grünen Wien.
Die Eventhalle ist ein Symbol für eine völlig falsche
Prioriätensetzung. „Soziale Dienstleitungen werden mit dem
Vorschlaghammer kurz und klein geschlagen werden und im Kulturbereich
stehen massive Belastungen für alle Institutionen im Raum. Die
Wiener:innen müssen mehr zahlen und bekommen weniger. Der Plan, 215
Millionen Euro für eine Eventhalle auszugeben, die einem privaten
Großkonzern zufließen und die lokale Szene schwächen, ist gegen das
öffentliche Interesse“, so Kultursprecherin Ursula Berner.
Die Grünen Landstraße plädieren für eine Nachdenkpause im Hinblick
auf die Entwicklung des Areals. „Der Stillstand beim Projekt
Eventhalle sollte genutzt werden, um die Pläne für das Areal noch
einmal zu überdenken und Bevölkerung und zivilgesellschaftliche
Initiativen bei den Planungen miteinzubeziehen“, fordert Siegrid
Widhalm, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Siegrid Widhalm.
„Beim finanziellen Geschick der aktuellen Stadtregierung im Umgang
mit Großprojekten kann man sicher sein, dass das Ende der
Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist und die Kosten weiter in
die Höhe klettern. Wir brauchen jetzt Geld für leistbares Wohnen,
leistbare öffentliche Verkehrsmittel, gute soziale Dienstleistungen
und einen Umbau der Schutz für Klima- und Hitzeschutz“, so Prack und
Berner abschließend.