Wien (OTS) – Grande Finale für eine filmische Landvermessung der
besonderen Art:
Mit ihrer letzten Ausgabe zieht die im Sommer 2022 gestartete
zehnteilige Kulturdokureihe „Weites Land“ im „dokFilm“ am Sonntag,
dem 12. Juli 2026, um 22.15 Uhr in ORF 2 auf ORF ON Österreich-
Bilanz. Insgesamt fünf Jahre lang ist Regisseurin Jennifer Rezny auf
ihrer mentalitätsgeschichtlichen Erkundungstour, die in Vorarlberg
startete und in Wien endete, von Bundesland zu Bundesland gereist, um
Klischees auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, Widersprüchen
nachzugehen, den Menschen nachzuspüren und den Landschaften, die sie
prägen. Nun zieht die Produktion mit einem Österreich-Panorama Bilanz
und stellt die zentrale Frage: Gibt es tatsächlich eine
österreichische Seele? Die Abschlussfolge verdichtet die Erkenntnisse
aus zahlreichen Begegnungen und Gesprächen zu einem vielschichtigen
Porträt des Landes und seiner Menschen.
Anschließend macht die von Elizabeth T. Spira gestaltete
Kultreihe „Alltagsgeschichte“ in einem 1994 entstandenen Film „Rast
an der Autobahn“ (23.30 Uhr) und kommt mit Menschen auf Parkplätzen,
Raststätten und Tankstellen ins Gespräch.
TV-Premiere „Weites Land – Österreich“
Im Zentrum des Abschlussfilms der ORF-Reihe „Weites Land“ steht
die Frage, ob es so etwas wie eine österreichische Seele gibt – und
welche Eigenschaften, Widersprüche und Gemeinsamkeiten sie prägen.
Aus den unterschiedlichen regionalen Perspektiven kristallisieren
sich Themen heraus, die bundesländerübergreifend immer wieder
auftauchen: die Bedeutung von Heimat und Zugehörigkeit, der Umgang
mit Tradition und Geschichte, die Rolle von Sprache, Glaube und
Religion sowie Fragen von Gender, Diversität und gesellschaftlichem
Wandel. Auch Aspekte wie Fremdenfeindlichkeit und das Spannungsfeld
zwischen Offenheit und Abgrenzung werden nicht ausgespart.
Gleichzeitig zeigt die Dokumentation, dass Österreich trotz
seiner regionalen Unterschiede von gemeinsamen kulturellen Mustern
geprägt ist: einer tiefen Verbundenheit mit Musik und Brauchtum,
einem ausgeprägten Heimatbewusstsein, einer gewissen Skepsis
gegenüber Autoritäten – und jener „kleinen Rebellion“, die vielerorts
als leiser, aber beständiger Wesenszug erkennbar wird.
„Weites Land: Österreich“ ist eine Koproduktion von ORF und Feuer
& Flamme Film, gefördert von Fernsehfonds Austria, Filmfonds Wien,
Kultur Niederösterreich, Kultur Oberösterreich, Cinestyria
Filmcommission and Fonds, Kärnten Film Commission und Land
Vorarlberg.